Von der Schweißnaht
Die Künstlerfamilie Gahr fertigt Außergewöhnliches aus Metall.
Von der Natur inspiriert - die Berge um Bischofshofen sind voller Aufbrüche, Spalten und unregelmäßiger, natürlicher Linien - entstehen phantasievolle Werke mit dem Schweißbrenner. Und das schon seit 30 Jahren.
Herbert Gahr gilt als Pionier der Anwendung verschiedener Schweißtechniken in der Kunst.
Er und seine beiden Söhne, Stefan und Robert, beschäftigen sich mit der Schweißnaht als Gestaltungselement.
Wilde Schweißnähte türmen sich auf, stürzen über einen Abgrund aus Stahl und breiten sich in einer individuellen Formensprache aus.
Bei über 1000 °C wölben sich die Materialien.
Durch Oxidation bilden sich bunt schillernde Anlauffarben.
Gemälde aus füssigem Stahl!
Der Arbeitsprozess beinhaltet Elemente industrieller Metallverarbeitung und künstlerischer Gestaltungsfreude.
Die Oberflächen der Skulpturen, Möbel, Grabmäler, Metallbilder, ... entstehen oft durch Überlagerung verschiedener Arbeitsschritte.
Strukturen werden aufgetragen und teilweise wieder abgetragen. Es wird geschweißt, geschliffen, erhitzt, gehämmert, gebogen und poliert.
Eine Vielzahl bekannter Techniken wird eingesetzt, aber fast nie so, wie sie gedacht waren.